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Klaus Lercher
neuer Hauptgesellschafter und Geschäftsführer

 

 

 

Das nennt man glückliche Fügung:

Der langjährige Geschäftsführer von Trenkwalder Österreich und Deutschland und Branchensprecher in Österreich, Klaus Lercher, hat im August 2017 seinen Führungsjob aufgegeben. Weil seine Pläne ursprünglich aus der Branche weggeführt hatten, unterschrieb er eine sechsmonatige Konkurrenzklausel. Im Jänner 2018 kam er mit Johann Höfler, dem Gründer des Personalüberlassers TTI, ins Gespräch. Der hatte schon vor Monaten sein Unternehmen an die Raiffeisen-Gesellschaft Invest AG weitergereicht, die eine Nachfolgelösung für ihn suchen sollte. Lercher war interessiert. Binnen weniger Wochen waren sich die Invest AG und Lercher einig. Seit März kann der 48-Jährige wieder uneingeschränkt in der Personalüberlassung tätig sein.

Der gebürtige Obersteirer, der seit 20 Jahren in Wieselburg in Niederösterreich lebt, übernimmt 51 Prozent von TTI. Er lege dafür einen "erheblichen Betrag" auf den Tisch, sagt Andreas Szigmund von der Invest AG, der das Projekt begleitet hat. Zwei Raiffeisen- Landesbank-Beteiligungsgesellschaften bleiben mit 39 Prozent an dem Überlasser beteiligt. Zehn Prozent behält Johann Höfler (63). TTI ist mit 3750 Mitarbeitern die Nummer drei in Österreich. Größer sind der langjährige Marktführer Trenkwalder mit Sitz in Schwadorf und I.K. Hofmann. Trenkwalder gehört einem deutschen Investor. Hofmann ist eine Niederlassung des von Ingrid Hofmann gegründeten deutschen Personalüberlassers. Das Unternehmen hat seine Österreich-Zentrale ebenfalls in St. Florian – wo sich auch der Stammsitz von TTI befindet.

 

Lercher sagt, "ich bin gekommen, um zu bleiben". Aus seiner Sicht soll es im operativen Management mit Siegfried Pröll, Alexander Hüttner und Hans-Peter Panholzer zu keinen Veränderungen kommen. Die Belegschaft wurde gestern über den Eigentümerwechsel informiert.

 

Für Szigmund handelt es sich um eine beispielhafte Unternehmensnachfolge, weil eine österreichische Lösung mit einem Übernehmer gefunden worden sei, der das Unternehmen nicht irgendwo integrieren und damit die Identität rauben wolle. "Ich will das Unternehmen weiterentwickeln", sagt Lercher. Der Bewerbungsprozess werde künftig noch einfacher werden. "Mit einem Klick soll man zu einem Job kommen", sagt der Digitalisierungs-Fan.

 

Der Manager, der einst selbst als überlassener Mitarbeiter gearbeitet hat, war seit 2000 bei Trenkwalder und hat dort schnell eine Karriere vom Vertriebsmitarbeiter zum Geschäftsführer gemacht. Seit 2012 ist er auch Präsident der heimischen Zeitarbeitsbranche und bemüht sich um die Verbesserung des Branchenimages. 100.000 Beschäftigte sind in der Überlassungsbranche beschäftigt. Die Hälfte komme aus der Arbeitslosigkeit, viele schafften es, vom Beschäftigerbetrieb übernommen zu werden.

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